Donnerstag, 29. August 2013 13:46 Alter: 4 Jahr(e)

Hoher Besuch

Am 14.August besuchte der Vizekanzler und Wirtschaftsminister der Bundesrepublik, Dr.Philip Rösler, unser Unternehmen. Der nachstehende Artikel wurde der Ostthüringischen Zeitung vom 15.8.2013 entnommen.


Vorzeigeindustrie in Gera für Vizekanzler Philipp Rösler

In Zeiten des Wahlkampfes schaut sich Philipp Rösler bei Electronicon um - und ist voll des Lobes

Gera. Ursula von der Leyen war schon da, Thüringens Wirtschaftsminister Machnig auch, genauso wie die Ministerpräsidentin, Thüringens Umweltminister, die Landtagspräsidentin und der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Holger Zastrow. Nun ist die Liste der prominenten Politiker-Besuche beim Geraer Kondensatoren-Hersteller Electronicon schlagartig länger geworden: Am Mittwoch stattete Bundeswirtschaftsminister Philip Rösler (FDP) sowie Parteikollegen aus Bund, Land und Stadt dem Traditionsunternehmen einen Besuch ab. Warum ausgerechnet Electronicon? Weil der Betrieb untrennbar mit Gera verbunden ist, sagt der FDP-Kreisvorsitzende Falk Nerger, der diesen Unternehmensbesuch vorschlug. Er betont aber auch: Wenn mehr Zeit wäre, dann hätte man sich auch Betriebe anschauen können, denen es nicht so gut geht.
Für Electronicon-Chef Walter Bauer sind derlei Stippvisiten inzwischen mit einer großen Portion Routine verbunden: Erst ein Vortrag zur Unternehmensentwicklung, dann ein Gang durch die Produktion. Was Bauer sagt, gefällt dem Vizekanzler. Zum Beispiel, dass die Kondensatoren zu einhundert Prozent "Made in Germany" sind, dass bereits 70 Leiharbeiter fest eingestellt wurden und dass Outsourcen von Leistungen ins Ausland nicht immer die klügste Idee ist.
Dabei geht es Electronicon mit seinen drei Standorten in Gera prima. Die Auftragslage ist gut, man habe den Markt genau beobachtet und die richtigen Entscheidungen getroffen. Vom Minister gibt es dafür anerkennendes Nicken und einen Satz, der Walter Bauer stolz machen dürfte: Alles, was die deutsche Wirtschaft ausmacht, verkörpert Electronicon.
Thema Energie. Auch das wurde beim Besuch angesprochen. Vergünstigungen gibt es für die Geraer Mittelständler nicht - selbst wenn der Stromverbrauch nicht gerade gering ist und somit auch der Kostendruck nicht zu unterschätzen ist. Eine Steilvorlage für den Minister, denn der hält nichts von den Energierabatten für wenige Stromfresser, sondern will mehr Wettbewerb am Strommarkt, weil er dadurch auf niedrigere Preise hofft. Der Wirtschaftsminister pocht auf eine generelle Stromdebatte.
Nach einer Stunde ist der Besuch vorbei. Von Electronicon gibt's ein Gemälde mit Gera-Motiv für Rösler und von der Kreis-FDP die Bitte, er möge doch einmal wiederkommen, dann mit mehr Zeit.